Auch der zweite Tag der Tunzakonferenz brachte viele neue Aspekte ans Licht. Der Morgen begann mit einem Vortrag eines Bayermitarbeiters über die Geschichte des Chemiekonzerns und den Wandel im Umweltschutz über die Jahrzehnte. Im Anschluss besuchten wir mit einem Teil der Gruppe die Müllverbrennungsanlage für Sondermüll in Dormagen am Rhein. Mittlerweile finde ich die Kooperation der UNEP mit Bayer immer problematischer. Für mich und viele andere Teilnehmende mag es zwar einleuchtend sein, dass sie versuchen sich auf der Konferenz als umweltfreundlich und innovativ darzustellen. Vielleicht sind sie das im Vergleich zu anderen Chemieunternehmen - und gerade in Hinblick auf andere Länder - auch, doch Bayer bleibt ein Konzern, der trotz vieler Filter die Umwelt stark belastet. Außerdem werden ansässige Kohlekraftwerke die ganze Zeit gelobt - auch mit besseren Filtern belasten sie uns mit Treibhausgasen en masse und sind keine Zukunftstechnologie.
Die Exkursionen sind jedoch erfreulicher als mancher Vortrag. Tag 2 brachte mich endlich mal an den Fuß eines Windrads, denn wir besuchten eine Testanlage für Windenergie in Grevenbroich. Interessant ist zudem, dass dieser Ort die höchste Dichte an Kohlekraftwerken in Deutschland aufweist: Momentan sind es drei Stück, das vierte ist im Bau!
Der dritte Tag führte einen Teil der Teilnehmenden in eine Pflanzenölmühle, in der Raps zu Treibstoff verarbeitet wird. Die gesamte Anlage befindet sich einer einzigen Scheune und produziert 1000 Liter Rapsöl pro Tag. Mit einem Investitionsvolumen von nur 20.000 Euro ist es möglich eine Anlage mit einer Produktion bis zu 200 Litern pro Tag zu bauen: ein umweltfreundlicher Weg in die Selbstständigkeit!
Ein weiterer Artikel über den Einfluss von Bayer auf die Konferenz und den wirklichen Output wird hier demnächst erscheinen ist hier mittlerweile erschienen.